Unsere Chronik


CHRONIK DES SKICLUB BERGHEIM 63 e. V.

Sicher war es ungewöhnlich in den 60er Jahren bei uns im Flachland einen Skiclub zu gründen. Aber wie man sieht, Beharrlichkeit zahlt sich aus.

So kamen am 3. Oktober 1963, 27 skibegeisterte Menschen im Hotel Konert zusammen, um in Bergheim einen Skiclub zu gründen (u. a. Felizitas Kirsch, Jochen Kahlert, Ehepaar Scheibke, Ilse Glasmacher, Peter Loosen, Franka Knoop, Margret Schneider, Fritz Fuhrmann).

Der erste Vorsitzende hieß damals Kurt Scheibke, erster Kassenwart war Hans Knüchel, der damalige Pressewart hieß Kurt Kremer (alle verstorben). Als weitere Vorsitzende folgten Karl-Heinz Streicher, Brigitte Holst und zur Zeit Wolfgang Gülden.

Der Verein besteht nun schon seit 53 Jahren. Über diesen Zeitraum erfreut sich der SC in der Öffentlichkeit immer größerer Beliebtheit, das sieht der Vorstand an den sich kaum verändernden Mitgliederzahlen. Obwohl wir in der Spitze schon 302 Mitglieder hatten.

Aber auch uns macht die Alterspyramide natürlich zu schaffen, wie allen Vereinen.

Momentan befinden sich so um die 250 Mitglieder im Verein (Stand August. 2016).

Durch besonderes Augenmerk auf die Jugendarbeit, gelang es schon 1966, in den Bergheimer Schulen, mit Filmmaterial wie ,,Jugend auf Ski’’ und ,,Skiwinter in Bayern’’, die Jugend an den Verein heranzuführen und zu binden, damals war alles einfacher, ohne Computer.

Hier nun die sich wiederholenden Freizeiten, Fahrradtouren, Wanderungen, Skibasare und Skifahrten in der Zeit von 1985 bis 1988, aus persönlichen Gesprächsprotokollen von Mitgliedern:

Es ging zur Wanderung ins Schwalm-Nettetal; zur Hohen Acht; Sommerfest im Schützenheim (Sept.); eine Fahrt ins Kaunertal; die Nikolausfeier am 10. 12. 1985.

1986 wurden die Aktivitäten schon vielfältiger: Eine Wochenendtour nach Willingen; Skitour ins Sauerland; jeden Samstag ein Trimmtrab/Fitnesslauf auf der Fischbachhöhe; die Radtour durch den Hambacher Forst; große Herbstfete im Ordenshof; Wanderung zu den Eifelmaaren.

1987 ging es – glaube ich -, zum ersten Mal ins Ausland, in die Dolomiten nach La Villa; zu einer Frühjahrswanderung nach Cochem an die Mosel; die erste Radwanderung durch den Erftkreis; Herbstfahrt zum Stubaier Gletscher (Skifahrt).

1988 begann, mit der Skifahrt im Januar zum Stubaier Gletscher. Dann gab es im Juni das 25jährige Jubiläum. Eine Fahrradrallye und eine Herbstwanderung in die Eifel.

In den Jahren von 1989-93 ging die jährliche Skifahrt zum Stubaier Gletscher, ins Leben gerufen von Gerd Busch und Hermann Heinrich (Männ).

Ende der 80er Jahre bis Mitte der 90er organisierte der Skiclub (federführend war hier die „Jugendabteilung“ mit Michi Over und Karl Heinz Streicher – auch Brigitte und Olaf Holst waren sehr aktiv) über mehrere Jahre jeweils eine Sommerfreizeit für Kinder und Jugendliche. An der auch viele Erwachsene Mitglieder (und Nichtmitglieder) des Skiclubs teilnahmen. Diese Kinder- und Jugendfreizeit wurde im großen Areal des Campingplatzes „De Schotsman“ in Kamperland, am Veerse Meer, in Südholland durchgeführt und erfreute sich sehr großer Beliebtheit.

Die Kinder übernachteten in vereinseigenen Zelten, die Erwachsenen zum Teil auch, oder in festen Bungalows in unmittelbarer Nähe der Zelte. Die Verpflegung gab es im „Mittelpunkt“ des Zeltlagers – dafür hatte der Skiclub ein großes Zelt gekauft, das als „Restaurant“, „Cafe“ oder auch insbesondere an den Nachmittagen und Abenden als „Kneipe“ diente. Hier wurden in eigener Regie Spiele- und Musikabende abgehalten. Tagsüber waren viele Sportarten angesagt – sogar ein Surfkurs (natürlich von Profis – u. a. Olaf Holst und seinem Sohn Christian – geleitet) wurde angeboten.

Nun zu unserem, für den Verein sehr wichtigen Skibasar. Raimund Kirsch und Werner Pietsch sorgten 1985 in der Bergheimer Stadthalle dafür, das sich Jahr für Jahr im November der erfolgreiche und über die Stadtgrenzen von Bergheim hinaus bekannte ,,Bergheimer Skibasar’’ etablieren konnte. Schon morgens um 9:00 Uhr standen mehr als 300 Menschen vor den Türen um sich mit Skibekleidung, Skiern oder Schlittschuhen zu versorgen. Natürlich gab es im Foyer der Stadthalle immer den leckeren selbstgebackenen Kuchen der Mitgliederfrauen. Hier konnte man in den Anfangsjahren auch seine Skier schleifen und wachsen lassen.

Durch den Neubau des Medios wechselte der Verein für einige Jahre ins Quadrather Bürgerhaus.

Nach Fertigstellung des Medios freute sich der Klub endlich wieder, mit dem Skibasar, in die Stadt zurückkehren zu können. Die Vermietung des Medios übernahm die BM-Cultura und trieb die Saalmieten leider in astronomische Höhen, die der Verein nicht bezahlen konnte und wollte.

Aus diesem Anlass musste sich der Club schon wieder neue Räumlichkeiten suchen. Deshalb fand der Skibasar über den Zeitraum von zwei Jahren im Pfarrheim, St. Remigius, in 50126 Bergheim, Kirchstr. 1a, statt. Leider wurden die Räumlichkeiten für den Skiclub zu klein. Im November 2011 bestand dann die große Möglichkeit, mit dem Skibasar ins MediVital, direkt neben der Parksauna, umzuziehen. Hier in der Badmintonhalle ist reichlich Platz vorhanden. Der Skibasar 2011 war ein voller Erfolg für den Skiclub. Hoffentlich können wir das neue Domizil noch für viele Jahre nutzen

Hierbei muss einmal wirklich erwähnt werden, dass Ulla Gülden – federführend über all die Jahre -, daran sehr großen Anteil hat und sich mit aller Kraft dafür einsetzt.

Sie sorgt, mit ihren vielen ehrenamtlichen Helfern, immer wieder, für den reibungslosen Ablauf.

Auch hier am neuen Standort bleibt der Ansturm der Menschen, die sich mit guten und preiswerten Skisachen versorgen wollen, sehr groß. Obwohl die Discounter uns mittlerweile arg zusetzen. Durch die Übermacht von Lidl, Aldi etc. hat sich der Vorstand dazu entschlossen den Skibasar ganz einzustellen. Der personelle Aufwand stand nicht mehr im Verhältnis zu den Einnahmen. Es wurde auch immer schwerer Mitglieder zu finden, die bereit waren am Wochenende ehrenamtlich zu arbeiten.

Nun zu weiteren Skireisen im Laufe der Jahre unseres Bestehens: Am Anfang ging es ins Sauerland oder nach Hollerath, da gab es ja noch Schnee in unserer Region. Über die vielen Jahre ging es zu LL-Wochen, nach Bodenmais im Bayerischen Wald; oder Arnbruck.

Ski fahren nach La Villa, Seiseralm (Südtirol); viele Jahre ins Stubaital; zum Tuxer Gletscher; ins Kaunertal und Kaprun; Gerlos und Maria Alm; Großarl; Servaus-Fiss-Ladis; Obertauern und Ischgl.

In die Schweiz (2001 ins Portes du Soleil, Champery), oder nach Davos; Verbier und Zermatt. Nach Frankreich, Les Trois Vallee, La Plagne, Valmorel. Sollte ich ein Skigebiet vergessen haben?

In den letzten Jahren (2004-2016) lag der Schwerpunkt auf den Dolomiten (mit Sellaronda, etc.). Hier findet die erfolgreiche Skisafari alljährlich statt. Alles immer umweltfreundlich mit dem Bus.

Von 2007/2010 haben wir mit großem finanziellem Aufwand unsere Jugendfahrt in den Osterferien nach St. Leonhard ins Pitztal, möglich gemacht. Hier sind wir auf gutem Wege zusammen mit den Jugendämtern der Stadt Bergheim und Kerpen, Bleibendes zu schaffen.

Die Familienfahrt über die Osterferien nach Kaprun, im Jahr 2008, sorgte für neuen Schwung, der sich in 2009 leider nicht fortsetzte. Hier gibt es für 2012 aber wieder eine erfreuliche Option.

Eine Gruppe mit 23 Leuten flog 2008 über den großen Teich nach Kanada in die Rockys, um endlich einmal richtig Tiefschnee zu fahren. Die Begeisterung hält noch immer vor.

Für 2010 gab es eine Woche Andorra; eine Skisafari 2010 über Karneval in die Schweiz.

2011 die Traditions-Skisafari in die Dolomiten. Als neue Tour wurde eine Woche in die Ramsau am Dachstein, im 4*Hotel veranstaltet, sowie unsere Ski-Jugendfahrt über Ostern ins Pitztal.

2012 stehen wieder vier Fahrten an: Andorra, Ramsau, Dolomiten und Jugendfahrt.

Jetzt zu einem Aprilscherz aus vergangenen Zeiten: Selbst einen eigenen Skilift besitzt der Skiclub. Er wurde jedoch nur einmal auf der Fischbachhöhe am Sonnenhang in Quadrath eingesetzt. (Zeitungsente zum 1. April in den 80iger Jahren).

Die sonstigen Aktivitäten der zurückliegenden Jahre: Ein besonderes Highlight in 2006, war die größte Apres-Ski-Party nördlich der Alpen, im Hause Manstein in BM-Kenten.

Skitour Maria Alm 2008, Bericht von der “Dabei ist alles“-Tour nach Kaprun, Wanderwochenende in Waldbreitbach, Motorradtour, Radtour “Lahn die Dritte” von Wetzlar nach Marburg, Radtour an die Sieg mit Willi Marx, 30 Skifahrer durch den Fernwärmetunnel unter dem Rhein, unser Skibasar war wieder ein voller Erfolg.

Eine zweitägige Radtour nach Simonskall in die Eifel bei schlechtem Wetter!

2009, die Besichtigung der Krombacher Brauerei mit 25 Personen, Wiederholung 2010 mit 30 Personen. Die Radwanderung in drei Etappen von Koblenz bis Wetzlar; Wochenende mit dem Rad an die Mosel.

Wochenendwanderung in die luxemburgische Schweiz, oder zur Ehrbach-Klamm. Über Pfingsten ging es ins Dahner Felsenland für drei Tage. Es gab einen Ski-Test in der Skihalle Neuss, sowie eine Tageswanderung in den Naturpark Eifel nach Heimbach. Wir spazierten über den Dächern des Kölner Doms in 45 Metern Höhe. Waren unter dem historischen Rathaus von Köln, oder im Schreibmaschinen-Museum – Qwertzuiopü -, in Kerpen-Sindorf. Seit zwei Jahren unser beliebtes Sommerfest, in den Räumlichkeiten des Bergheimer Kanuclubs, nicht zu vergessen.

In lockerem ca. Zweimonats-Rhythmus bietet unser Wanderführer (Helmut Klein) jeweils eine Sonntagswanderung (ca. 16 km) meistens in die Eifel an.

Im Herbst 2009 gab es eine Radtourwoche nach Österreich; sowie eine Woche Wandersafari in die schönen Dolomiten, rund um die Drei Zinnen etc.. Fahrt zur Ausstellung ,,Sternstunden” im Gasometer in Oberhausen. Wanderung durchs Lampertstal. Radtour eine Woche von Krimml nach Salzburg.

Nicht zu vergessen die Radlerwoche 2010, von Passau nach Wien. Die Wanderer waren dieses Jahr eine Woche rund um Brunneck unterwegs. Ebenfalls fuhren wir mit dem Bus ins Ruhrgebiet zur Zeche ,,Zollverein’’, Besuch in der ,,Uhlepooz’’ nach Köln. Tolle Winterwanderung durchs Hohe Venn.

2011 ging es eine Woche mit dem Rad rund um den Bodensee. Im September war die Wanderwoche nach Südtirol. Nicht zu vergessen der Besuch im Kölner Polizeipräsidium; Fahrradtour zum Tennisclub. Eine Busfahrt nach Hattingen zum so genannten ,,Panhasfest’’ etc.

Verschiedene Jubiläen hat der Verein nun auch schon hinter sich: 10, 20, 30 und 40jähriges gab es. Gefeiert wurde damals im Martinswerk, im Bürgerhaus Quadrath, im Haus Manstein, in Kenten.

Unser 45jähriges Jubiläum feierten wir im befreundeten Kanuclub BM-Zieverich, an der Erft. Hier wurden erstmalig die langjährigen Mitglieder des Vereins vom Vorstand geehrt.

Die Beliebtheit des Vereins hängt sicher auch mit dem hervorragenden Freizeit- und Gesundheitsprogramm zusammen, welches der Verein breit gestreut über das Jahr anbietet.

Jeden Dienstag ist in der Kettler-Schule in BM-Kenten, von 18:00 bis 19:30 Uhr Rückengymnastik, anschließend beginnt die Ski-Gymnastik ab 19:30 bis 21:00 Uhr.

Donnerstags, von 19 bis 20 Uhr, gibt es allgemeine Rückengymnastik in der Turnhalle der Realschule Bergheim.

Während der Schulferien bietet der Verein allwöchentlich dienstags abends, Radtouren in die nähere Umgebung an, Treffpunkt ist immer, 18 Uhr, am Aachener Tor.

Montags in der Früh, 11 Uhr geht es zum Walking auf die Bergheimer Kippe.

Seit August 2009 besteht unser Skiclub-Stammtisch. Immer am 1. Freitag im Monat, treffen sich, in lockerer Runde, Mitglieder und Gäste, zum Klönen und diskutieren im ,,Angelpark’’ in Bergheim

Außerdem pflegt der Verein Kontakt zu anderen Vereinen im Erftkreis: dem Kanuclub Zieverich und dem Tennisverein Niederaussem, sowie der Skigilde Hattingen.

Zum 50jährigen Bestehen im Jahre 2013 gab es natürlich ein standesgemäßes Vereinsfest mit Musik und Tanz. Wo die meisten heute noch schwärmen.